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Mittwoch, 7. November 2018

Grau ist das neue schwarz

Erster Mittwoch im Monat - und somit Zeit für den Me Made Mittwoch. Bei mir diesmal ganz in grau. Ich weiß auch nicht... irgendwie stehe ich gerade auf grau. Schwarze und weiße Klamotten habe ich mir in den letzten Jahren einige genäht, da ist grau doch super kombinierbar.



Als erstes möchte ich Euch meinen neuen Mantel - einen Obi tie cocoon coat von thepatternshouse vorstellen. Ein eigentlich simpler Mantelschnitt, der offenkantig verarbeitet wird und nicht gefüttert ist. Als ich den Stoff Merinoflausch (offenbar ausverkauft) bei Juni-Design sah, wusste ich sofort, der muss es für dieses Projekt sein, auch wenn mich der Preis (55 €/m) ordentlich abgeschreckt hatte. Aber es kam zufälligerweise ein kleiner unerwarteter Geldregen zur richtigen Zeit, da gab's dann kein Halten mehr.


Allerdings war der Mantel aufwändiger zu nähen als gedacht, denn er wird sehr unüblich links auf rechts genäht. Dies erfordert höchste Präzision, damit nichts verrutscht, bei der Dicke des Stoffe schwer zu realisieren. Entweder nimmt man den Obertransport, dann ist die gerade Naht sehr vom langsamen, genauen Nähen abhängig oder man nimmt den Kantenähfuss, dann kann es aber leicht passieren, dass sich der untere Stoff zum oberen verschiebt. Also schlicht und ergreifend: das Nähen hat mich wahnsinnig gemacht und viiiieeel länger gedauert als geplant. 


Mit dieser Nähtechnik hätte es von innen eigentlich genauso sauber aussehen können wie von außen, aber das ist mir aus oben genannten Gründen nicht gelungen. Irgendwann war ich dann der Meinung: ich lass das so, obwohl mir das bei so edlem Material sehr schwer fiel.


Aber von außen sieht er einfach toll aus - elegant und lässig zugleich und durch die offenkantige Verarbeitung auch irgendwie ein wenig Vintage. Besonders hervorzuheben sind die riesengroßen Taschen, da versinkt man förmlich drin - ich liebe das.

Darunter trage ich die Hose Nr. 4 - ebenfalls von Juni-Design. Auch mit diesem Schnitt hatte ich so meine Probleme. Da es leider keine Maßtabelle gibt, habe ich mich wieder einmal (falsch) für Größe 38 entscheiden, da mir in der Konfektionsgröße die 38 passt und wie Nina in diesem Anleitungsvideo (welches mir übrigens sehr geholfen hat) erklärt, man sich daran orientieren sollte. Doch leider war sie mir am Ende viel zu groß - im Bund und an den Beinen. 


Ich habe nun einiges geändert - am Bund konnte ich nur radikal werden und musste eine unschöne Lösung wählen, denn ich habe hauptsächlich in der hinteren Mitte etwas weggeschnitten, dadurch ist der Beleg innen nicht mehr so sauber verarbeitet wie vorgesehen. Das lag aber daran, dass ich immer dachte - ach mit Bund dran passt es dann schon und erst zu Ende genäht und dann nochmal geändert habe.


Auch an den Beinen habe ich reichlich Stoff weggenommen. Nun überlege ich, ob ich die Hose nochmal nähe, denn ich habe eigentlich einen zweiten Stoff dafür hier liegen. Dann würde ich aber vorab schon einiges am Schnitt ändern. Denn grundsätzlich finde ich den tiefen Schritt, die lässige Weite und die Knopflösung für die Schlitzöffnung super. Ich bin mir noch nicht schlüssig.


Der Stoff ist übrigens von Zuleeg. Und zwar der Abseiten Fischgrat-Flanell, bei dem ich die weichere Seite nach außen genommen habe, da mir das grau dort besser gefiel.

Lieben Dank an alle, die bis hierin durchgehalten haben. Und ach ja - der Pulli ist der Twister aus Feinstrick, der super weich ist und meine komplett graue Garderobe perfekt komplettiert. Die Mütze ist aus Resten nach der Beanie-Anleitung von HH-Liebe genäht.

Mantel
Stoff: Merinoflausch (ausverkauft)
Kosten: rund 130 €
Arbeitsaufwand: ca. 10 h (tausendfaches Auftrennen mit eingerechnet)

Hose
Kosten: ca. 52 €
Arbeitsaufwand: 8 h (mit Änderungen im Nachhinein)

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Dienstag, 6. November 2018

Tasche by grenzgänger-design

Darf ich vorstellen? Meine neue Tasche, komplett selbst entworfen und was soll ich sagen: sie ist gerade mein ständiger Begleiter. 


Ich habe das erste Mal Snappapp so richtig verarbeitet. Und ich war mir nicht sicher, ob ich es mag, ob ich auch die Henkel draus nähen soll, ob alles so hält, wie es soll. Aber es hat wirklich alles geklappt. Und auch wenn ich nicht finde, dass das Material wie Leder aussieht (es ist und bleibt Pappe), so lässt es sich super gut verarbeiten und hält, was es verspricht.


Einziger Kritikpunkt an der Tasche ist die Kürze der Tragegriffe. Eigentlich wollte ich sie so haben, dass ich die Tasche auch einseitig damit auf der Schulter tragen kann. Dafür sind sie leider zu kurz geraten, da hab ich mich schlicht und ergreifend vermessen bzw. nicht an genügend Nahtzugaben gedacht.



Neben dem Snappap ist außen ein anthrazitfarbener Jeansstoff aus dem Überraschungspaket von aktivstoffe zum Einsatz gekommen. Innen ist mein bewährter fester Baumwollstoff, der eigentlich für das Inlay von Kopfkissen verwendet wird, damit die Feder nicht durchkommen.

Die Tasche hat innen eine Reißverschlusstasche und auf der anderen Seite zwei Eingriffstaschen für Handy, Taschentücher etc. Die hätten auch ein weniger höher/tiefer ausfallen dürfen - mein Handy rutscht manchmal raus und ich muss es doch in der großen Tasche suchen.



Die äußere Tasche ist aufgesetzt und unten in der Naht mit dem Snappap zusammengenäht, während sie seitlich und oben nur durch die Streifen fixiert ist. Die Henkel und den Träger habe ich jeweils einmal aus Snappap und einmal aus Jeans zusgeschnitten, beim Jeansstoff die Nachtzugaben nach innen gelegt und an den Kanten zusammengenäht. Außerdem gibt es Karabinerhaken, die den Henkel halten und abgenommen werden können (hier ist mein gröbster Fehler entstanden: die Karabiner sind an der Tasche angebracht und nicht am Henkel wie sonst überlich ...).

Außerdem ist der Schultergurt noch verstellbar. Das war auch nötig, denn das Material hat sich beim Tragen erstaunlicherweise noch etwas gedehnt. 


Das Beste ist allerdings, dass die Tasche zu eigentlich allem passt, was so in meinem Kleiderschrank ist, vor allem zu den vielen grauen, schwarzen und weißen Teilen meiner Kombigarderobe kann ich sie gut tragen.

Der Beitrag heute geht zum Creadienstag - denn da passt er am Besten hin.


Montag, 5. November 2018

#FünfFragenamFünften - Novemberedition

Nachdem ich mich schon wieder drei Wochen nicht gemeldet habe, wird es Zeit, ein paar Dinge nachzuholen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht weiterhin kreativ bin, aber zum Bloggen bleibt im Moment neben dem Studium einfach keine Zeit. Dafür kommen jetzt drei Posts direkt nacheineinander. Morgen bin ich beim Creadienstag dabei und Mittwoch beim Me Made Mittwoch.

Beginnen möchte ich aber heute mit den Fünf Fragen am Fünften von Luzia Pimpinella.

1. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?
Tja - das ist bei mir ganz einfach. Ist es doch Teil meines Jobs. Ich werte nämlich täglich Print-, Internet- und soziale Medien aus. Da bleibt man zwangsläufig up to date. Allerdings ist das meist Überschriftenwissen. Wenn ich etwas genauer wissen will, höre ich zuerst morgens im Radio Nachrichten. Bei uns in Berlin-Brandenburg gibt es ja den geilsten Sender überhaupt - Radio eins. Der gibt mir alles, was ich vom Radio brauche. Hintergrundinformationen aber eben auch gute Musik - "nur für Erwachsene". Abends dann ist mindestens eine der Hauptnachrichten Pflichtprogramm - also Tagesschau, Tagesthemen, heute journal. Und zwischendurch gibt's hier und da mal ne Push-Nachricht von spiegel.de, die ich aber nur dann lese, wenn mich das Thema tatsächlich interessiert.
2. Auf welche 2 Dinge kannst du nicht verzichten?

Hängt bei mir im Flur - sonst noch Fragen ;-)

3. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Ob es nutzlos ist - darüber lässt sich streiten, aber ich kann gut tanzen und schmeiße jede Tanzfläche. Das macht mir einfach Spaß und ob man Rhythmus im Blut hat oder nicht, wird einem wohl in die Wiege gelegt. Leider nutze ich mein Talent viel zu selten!
4. Sprichst du manchmal mit Gegenständen?
Klar - vor allem mit meiner Nähmaschine. Sie ist schließlich mein treuer Begleiter, sie muss auch mal gelobt werden, aber auch Beschwerden muss sie des öfteren aushalten. Ihr wisst schon ... nich wahr ?
5. Welchen Akzent findest du charmant?
Den wienerischen Aktzept mag ich, der ist so schön lässig und zeugt von einer gewissen Gemütlichkeit, Überheblichkeit und klingt immer nach "Wo liegt das Problem? Kriegen wir alles hin. Und wenn nicht - schoißeeegaal - dann isses nicht wichtig". Von dieser Haltung würde ich mir gern öfter mal was abschneiden. Ich setze mich leider viel zu oft unter Druck.
.....
Huch - diesmal ging es aber fix mit den Antworten, diese Runde fiel mir leicht - vielleicht, weil ich die letzten beiden geschwänzt habe? 
Wir lesen uns hoffentlich morgen wieder.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Am Cardigan jOne kam ich (leider) nicht vorbei ...

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Für den Herbst hatte ich ursprünglich eine Frau Ava aus Strick geplant. Aus Mantelstoff habe ich schon eine, es sollte aber noch etwas Kuscheliges folgen. Dann kam das Schnittmuster jOne von Dani von pruella.de heraus und ich fand den Cardigan sofort total cool, genau meins mit den raffinierten Schnittdetails.


Die versteckten Taschen liebe ich, so ähnlich werde ich sie demnächst auch in einem geplanten Parkaprojekt einnähen, mal sehen, ob ich das hinkriege. Und die Kragenform muss man zwar ein wenig drapieren und sie entsteht erst richtig, wenn man die Kanten vorn entsprechend säumt. Aber das ist das Besondere am Cardigan und ich find's mega.


Als Stoff habe ich einen dicken Wollstoff von myo-stoffe gewählt und bin mit der Wahl total zufrieden. Das Teil wird mich im kommenden Herbst und Winter sicherlich viel begleiten. Immer, wenns im Büro mal wieder zu kalt ist, werfe ich mir die Jacke über und bin gut angezogen.

Stoff: schwarz-weißer Wollstrick von myo-stoffe.de
Kosten: ca. 50 €
Arbeitsaufwand: ca. 5 h
Verlinkt bei: sewlala

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Me Made Mittwoch: Bikerjacke aus Leinen

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Noch bevor der Herbst richtig Einzug gehalten hat, habe ich mir noch dieses Sommerjäckchen genäht, welches man aber auch im Herbst wunderbar über einem Shirt und unter einer dickeren Jacke tragen kann. Gut angezogen ist man auf jeden Fall.



Genäht habe ich den das Modell 104B aus der Juniausgabe der Burdastyle. Lange habe ich nach passendem Stoff gesucht. Ich wollte auch sowas glänzendes in Senfgelb. Der Originalstoff ist ein Leinenviskosestoff. So ganz fündig bin ich nicht geworden, habe mich aber dann für den Leinen Medium in gelbbraun von stoffe.de entschieden. Das kommt dem Original schon ziemlich nahe, sieht nur nicht ganz so edel und glänzend aus.


Dafür bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Ich habe meine neue Nähmaschine - eine Janome Memory Craft 9400 QCP testen können und bin überglücklich mit dieser Maschine. Sie näht so sauber, ohne zu mucken, egal, was ich ihr gebe. Ich hätte nie gedacht, dass es so einen Unterschied ausmachen kann. Sie ist auf jeden Fall ihr Geld wert und dass, obwohl ich längst nicht alles ausprobiert habe und die vielen Stiche gar nicht nutze.


Der Reißverschluss in antik gibt der Jacke den letzten Pfiff, ebenso wie die gleichfarbigen Druckknöpfe. Im Rücken hat die Jacke aufgesteppte Besätze, die nur zur Zierde sind.


Unten sind an der Seite und im Rücken Schößchen angesetzt, die eine tolle Figur formen. Da ich Angst hatte, bei dem figurnahen Schnitt könnte mir die Jacke in Größe 36 zu eng werden, habe ich lieber eine 38 genäht. Die sitzt gut, eventuell hätte aber die kleinere Nummer doch gereicht.

Gefüttert ist die Jacke übrigens mit diesem ockergelben Neva'viscon.

Und jetzt aber schnell zum monatlich stattfindenden Me Made Mittwoch!




Donnerstag, 27. September 2018

Frau Nora aus Mono Swipe

[Werbung - alles selbst gekauft und unbeauftragt]

In letzter Zeit hatte ich wenig Zeit zum Bloggen. Jetzt kommen aber wieder ein paar meiner neuen Teile, die in letzter Zeit entstanden sind. Am Dienstag habe ich Euch schon meinen Hipster-Shirts gezeigt, heute wird es endlich herbstlich.


Frau Nora von Hedinäht habe ich bereits einmal genäht und ich mochte den Schnitt auf Anhieb. Diesmal habe ich eine Nummer kleiner genommen, das sitzt wesentlich besser. Und da ich wieder mehr im schwarz-weiß-Modus unterwegs sein will, habe ich mir den Sommersweat Mono Swipe von Hambuger Liebe ausgesucht. 


Das ist wieder ein Teil ganz nach meinem Geschmack geworden. Schnitt und Stoff ergänzen sich super und kombinierbar mit den meisten meiner anderen Klamotten ist es auch. Hier trage ich die Pump-it-up (ebenfalls von Hedinäht) dazu.


Beim sewlala wird heute - wie jeden Donnerstag - alles gezeigt, was frau für sich selber macht. Da bin ich gern wieder dabei.

Dienstag, 25. September 2018

Letzte Sommershirts

[Werbung - unbeauftragt alles selbst gekauft, Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt]

Obwohl der Herbst jetzt mit voller Wucht da ist, möchte ich Euch noch schnell meine beiden Hipster-Shirts zeigen. Sie sind schon vor ein paar Wochen entstanden und gehören jetzt schon zu meinen Lieblingsshirt. 


Sie waren super schnell genäht und da ich mich nicht entscheiden konnte, welchen Stoff ich besser finde, habe ich kurzerhand beide gekauft. Sie sind auch nach demselben Schnitt entstanden, beim blauen sind die Ärmel etwas kürzer geworden, teils bewusst, teils musste ich wegen eines Fehlers etwas abschneiden. Der Unterschied ist aber gar nicht so groß.


Den Stoff gab es bei Alles für Selbermacher, ist aber leider inzwischen ausverkauft. Der Schnitt stammt aus dem Buch Mode machen: Entwirf und nähe deine eigene Mode aus dem Haupt-Verlag. 

Und heute verlinke ich beim Creadienstag.